Technische Fachbegriffe

A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  R  S  T  U  V  X  Z

A

A-, B-, C-SäuleIm Fahrzeugbau heißen die tragenden Verbindungsstreben zwischen dem Karosserieunterbau und dem Dach „Säulen“. Sie sind aus stärkerem Blech und unterstützen die Stabilität des Autos. Die Säulen werden von vorn nach hinten in alphabetischer Reihenfolge bezeichnet. Die A-Säule liegt direkt im Blickfeld des Fahrers und verbindet die vordere Spritzwand mit dem Fahrzeugdach. Die B-Säule verbindet den Fahrzeugboden und das Fahrzeugdach. Sie befindet sich direkt hinter der Fahrertür in der Mitte des Fahrgastbereichs. Manche Coupés und Cabriolets haben keine B-Säule. Bei kleineren Fahrzeugen ist die C-Säule die letzte Dachstrebe. Bei größeren Pkw kann sich zwischen der C-Säule und der D-Säule noch ein weiteres Seitenfenster befinden. Bei Fahrzeugen mit Kleinbusaufbau oder Vans ist es teilweise üblich, die Säulen mit römischen Zahlen zu bezeichnen. Auch hier wird von vorn nach hinten durchgezählt. Die Säule I liegt direkt im Blickfeld des Fahrers, die Säule II dahinter, die Säule III dahinter und so weiter. Die Fensteröffnungen schwächen die Stabilität der Karosserie. Die Säulen geben dem Fahrzeug insgesamt mehr Halt und schützen die Insassen bei einem Unfall. Beispielsweise wird bei einem Überschlag das Dach weniger stark eingedrückt. Noch wichtiger ist die Schutzfunktion bei einem Seitenaufprall.
aaS (Amtlich anerkannte Sachverständige)Der „Amtlich anerkannte Sachverständige“ (Dipl.-Ing.) arbeitet an einer Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr. Er führt beispielsweise Haupt- und Abgasuntersuchungen durch, überprüft Fahrzeug-Änderungen oder nimmt Führerscheinprüfungen ab.
ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis)Eine Allgemeine Betriebserlaubnis stellt das Kraftfahrt-Bundesamt für serienmäßig hergestellte Fahrzeuge oder Fahrzeugteile aus. Die Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile wird jeweils für ein bestimmtes Bauteil, beispielsweise besondere Reifen, Sportauspuffanlagen oder ähnliches erteilt. Sofern Sie die Anbauanweisungen der Betriebserlaubnis beachten, bleibt beim An- oder Einbau dessen Betriebserlaubnis erhalten. Allerdings dürfen Sie keinerlei unerlaubte Veränderungen vornehmen, in diesem Fall würde die Betriebserlaubnis für Ihr Fahrzeug erlöschen.
AbgasturboladerDer Turbolader ist ein fast nicht mehr wegzudenkender Bestandteil moderner direkt einspritzenden Dieselmotoren. Der Abgas-Turbolader nutzt die Energie der Motorabgase. Er besteht aus einer Turbine und einem Verdichter auf einer gemeinsamen Welle. Die Turbine sitzt direkt im Abgasstrom. Die Schaufeln des Laders werden von den heißen Abgasen in Rotation versetzt. Auf der anderen Seite der Achswelle sitzt das Schaufelrad des Verdichters. Es presst die Luft bereits auf der Ansaugseite stark zusammen, so dass pro Takt mehr sauerstoffreiche Frischluft in den Verbrennungsraum des Motors gelangt. Dabei erreicht die Turbine Drehzahlen von mehr als 100.000 Umdrehungen pro Minute. Abgas-Turbolader sprechen mit leichter Verzögerung auf eine gewünschte Drehzahlerhöhung an. Um diesen Effekt zu verringern, verwenden die Konstrukteure teilweise Turbinen mit verstellbaren Schaufeln am abgasseitigen Turbinenrad. So kann der Ladedruck direkt geregelt werden. Zur Begrenzung des Ladedrucks wird üblicherweise ein so genanntes Bypass-Ventil in den Ansaugtrakt eingebaut, das Motorschäden verhindert. Um noch mehr Luft in den Verbrennungsmotor zu bekommen, bauen die Hersteller bei aufgeladenen Motoren Ladeluftkühler ein. Die kühlere Luft benötigt weniger Raum als warme Luft, so dass der Füllungsgrad steigt.
ABS (Anti-Blockier-System)Markengeschützter Begriff für ein Anti-Blockier-System. Bei starkem Bremsen wird der Bremsdruck in kurzen Abständen unterbrochen, so dass die Räder nicht blockieren. Das Auto bleibt dadurch lenkbar und der Fahrer kann möglichen Hindernissen ausweichen.
Abstands-RadarSeit einigen Jahren bieten die Hersteller hochwertiger Fahrzeuge Abstandsradarsensoren als Ergänzung zum Tempomat an. Bei freier Straße hält der Tempomat das Fahrzeug konstant in einer eingespeicherten Geschwindigkeit. Wird der Verkehr dichter, achtet der Abstandsradar automatisch auf einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zum Vorderfahrzeug und passt die Geschwindigkeit entsprechend an. Der Sensor bzw. die Antenne muss einen Erfassungsbereich (Öffnungswinkel) von etwa drei Grad haben, um in etwa 100 Meter Abstand eine Fahrbahn ausleuchten zu können.
Abstands-WarnerDer Abstands-Warner erleichtert Ihnen das Einparken des Fahrzeugs. In den Stoßstangen befinden sich Sensoren, die Ihnen über ein optisches oder akustisches Signal den Abstand zu einem Gegenstand oder Auto anzeigen. Die Einparkhilfen arbeiten nach dem Echolot-Prinzip mit Ultraschallsensoren. Die Sensoren werden im Abstand weniger Millisekunden angesteuert und erzeugen einen Ultra-Schallimpuls. Danach schaltet der Sensor jeweils auf Empfang, um aus der Laufzeit des Signals den Abstand zu einem eventuellen Objekt zu errechnen. Sie aktivieren die Einparkhilfe üblicherweise bei Geschwindigkeiten unterhalb 15 km/h und beim Einlegen des Rückwärtsgangs. Bei „Stop-and-go-Verkehr“ können Sie die Hilfe ausschalten. Das Signal ändert sich entsprechend des jeweiligen Abstands zum Objekt, beispielsweise von schnellen Warntönen zum Dauerton. Bei einigen Fahrzeugtypen kann der Fahrer die Einparkhilfe individuell einstellen.
ABV (Automatischer Blockier-Verhinderer)Das elektronische Bremssystem verhindert, dass bei einer starken Bremsung die Räder blockieren. Vergleichen Sie dazu auch die Erklärung zu ABS.
AchsantriebDer Achsantrieb ist das Zahnradpaar, welches das Drehmoment vom Getriebe auf die Antriebswellen überträgt. Bei Fahrzeugen mit längs angeordnetem Motor und Getriebe („Standard-Antrieb“) lenkt es die Kraft über ein Kegel- und Tellerrad auf die quer zur Fahrtrichtung liegende Antriebsachse um. Bei Fahrzeugen mit quer zur Fahrtrichtung eingebauten Motoren muss die Kraft nicht erst umgelenkt werden, so dass normale Stirnräder als Achsantrieb verwendet werden.
Adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) – Adaptive Cruise ControlBei den Fahrgeschwindigkeits-Regelsystemen („Tempomat“ oder „Cruise Control“) gibt der Fahrer eine gewünschte Fahrgeschwindigkeit in den Computer ein. Soweit die Motorleistung es zulässt, fährt das Auto konstant im gewünschten Tempo, auch bei Steigungen. Gleichzeitig achtet das ACC auf einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Mit seinem Abstands-Radarsensor funktioniert das System auch bei schlechtem Wetter: Aus den reflektierten Strahlen errechnet das ACC die relative Geschwindigkeit, den Abstand und die Winkellage zum vorausfahrenden Fahrzeug.
AirbagAirbags bilden ein Luftkissensystem, das bei einem Unfall innerhalb weniger Millisekunden von einem Gasgenerator aufgeblasen wird. Die Luftkissen verhindern, dass die Insassen sich beim Aufprall an harten Fahrzeugteilen verletzen. So wird vor allem Kopf und Brustkorbverletzungen vorgebeugt.
Aktive KopfstützeDie aktiven Kopfstützen gehören, wie Airbags und Gurtstraffer, zu den passiven Sicherheitseinrichtungen des Autos. Prallt ein anderes Fahrzeug auf das Heck Ihres Wagens, schleudert Ihr Kopf entsprechend des Trägheitsgesetzes zunächst nach vorn, um beim Stillstand des Wagens wieder zurückzuschlagen. Ohne Kopfstütze würden die Halswirbel überdehnt. Die aktiven Kopfstützen gehen noch einen Schritt weiter als die normalen Kopfstützen: Im Moment des Aufpralls neigen Sie sich nach vorn und können so den zurückschnellenden Kopf wertvolle Millisekunden eher auffangen. Dadurch reduzieren sie die Gefahr von Wirbelsäulenschäden wie beispielsweise das klassische „Schleudertrauma“.
Aktive MotorhaubeDank eines Sensors hebt sich die aktive Motorhaube bei einer Kollision mit Fußgängern blitzschnell um einige Zentimeter und verhindert so teilweise schwere Kopfverletzungen: Die angehobene Motorhaube bremst den aufschlagenden Körper ab und vergrößert den Verformungsweg zu den starren Metallteilen.
Antriebsschlupfregelung (ASR)Die Antriebsschlupfregelung, umgangssprachlich auch Antischlupfregelung genannt, sorgt dafür, dass die Räder beim Anfahren oder Beschleunigen nicht durchdrehen. Die Kraftübertragung beim Anfahren, beim Bremsen und bei Kurvenfahrt ist abhängig vom Schlupf zwischen Reifen und Fahrbahn. Das ASR funktioniert dabei ähnlich wie das Antiblockier-System und hat mit diesem häufig ein gemeinsames Steuergerät und Hydraulik-Aggregat. Sobald die Räder durchdrehen, reduziert das ASR die Motorleistung soweit, bis die jeweiligen Antriebsräder wieder greifen. Die elektronische Motorleistungssteuerung (EMS) verstellt bei Fahrzeugen mit Ottomotoren den Zündzeitpunkt in Richtung „spät“ und schließt wenn nötig die Drosselklappen und verringert die Spritzufuhr. Bei Dieselmotoren wird zunächst der Einspritzbeginn in Richtung „spät“ verstellt und möglicherweise die Einspritzmenge verringert. Bei einigen Fahrzeugen wird dieser Eingriff durch kurzzeitiges Betätigen der Radbremse des durchdrehenden Rades bzw. der durchdrehenden Räder unterstützt.
Antriebswelle / GelenkwelleDie Antriebswellen übertragen das Drehmoment vom Getriebeausgang auf den Achsantrieb und die Antriebsräder. Bei Fahrzeugen mit Standard-Antrieb nennt man die längs angeordnete Welle zwischen dem Getriebe und dem Achsantrieb Kardanwelle. Als Achswellen bezeichnen die Ingenieure die Antriebswellen, die das Drehmoment vom Achsantrieb auf die Antriebsräder übertragen. Die Kardanwellen und alle Antriebswellen an Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung benötigen Gelenke und Schiebestücke, um die Bewegungen des Antriebsaggregates unter den Antriebslasten und der Räder beim Ein- und Ausfedern auszugleichen. Bei den Kardanwellen von Lkw werden meist einfache Kreuzgelenke verwendet. Bei Pkw sind aus Komfortgründen Gleichlaufgelenke („homokinetische Gelenke“) üblich.
AquaplaningBeim Aquaplaning schwimmen die Reifen auf dem Wasserfilm der nassen Fahrbahn. Je höher das Wasser und je niedriger das Reifenprofil und das Fahrzeuggewicht, desto größer ist die Gefahr. Kritisch sind Spurrillen, Pfützen, tiefe Wasserlachen und heftige Regenfälle. Wenn der Wagen jetzt zu schnell ist, verliert er die Bodenhaftung und Sie können ihn weder bremsen noch lenken. Typische Alarmsignale für Aquaplaning sind Rinnen auf der Fahrbahn, ein schwammiges Gefühl beim Lenken und matschige Reifengeräusche. Ein weiteres gefährliches „Wasserzeichen“ sind die rasch verschwindenden Fahrspuren eines vorausfahrenden Autos.
ASD (automatisches Sperrdifferential)Das automatische Sperrdifferential (ASD) erleichtert das Anfahren bei einseitig glatter oder rutschiger Fahrbahn, indem es beim Durchdrehen der Räder das Differenzial komplett sperrt. Beim Bremsen wird die Sperre sofort wieder gelöst wird, so dass das Antiblockier-System weiterhin funktioniert. Ein entscheidender Vorteil dieses Systems: ASD schaltet sich bei Bedarf im richtigen Moment automatisch zu und ab.
ATF (Automatik-Getriebeöl)Das „Automatic Transmission Fluid“ verwendet man als Hydraulikflüssigkeit in Automatikgetrieben und in einigen anderen Systemen, beispielsweise der Servolenkung.
AuspuffkrümmerIm Auspuffkrümmer werden die Auspuffgase gesammelt. Er befindet sich unmittelbar am Zylinderkopf des Motors. Seinen Namen hat der Krümmer von seiner gekrümmten Bauform, da er die Abgase von den waagerechten Motoröffnungen in die unten liegende Auspuffanlage mit den Schalldämpfern leiten muss. Um die Motorcharakteristik zu beeinflussen, werden die Rohre auf der Ansaug- und der Auspuffseite des Motors so abgestimmt, dass der gewünschte Leistungs- und Drehmomentverlauf erreicht wird. Dazu müssen die Rohrlängen möglichst gleich sein. Dies hat zur Folge, dass die Auspuffkrümmer-Rohre fächerartig zusammen laufen und man von einem „Fächerkrümmer“ spricht.
Automatisch abblendbarer InnenspiegelDer automatisch abblendbare Innenspiegel reagiert auf zu helles Scheinwerferlicht und dunkelt sich selbstständig ab, damit der Fahrer nicht geblendet wird. Der Spiegel enthält zwei Fotozellen. Eine davon ist nach vorn gerichtet und ermittelt die Umgebungshelligkeit, die zweite liegt in der rückwärts gerichteten Spiegelfläche und reagiert auf das Blendlicht. Trifft ein im Vergleich zum Umgebungslicht deutlich hellerer Lichtstrahl auf den Spiegel, reagiert die Fotozelle und legt eine elektrische Spannung an. Die hauchdünne, auf dem Spiegelglas liegende Schicht lässt weniger Licht durch, der Spiegel wirkt dunkler und das eintreffende Scheinwerferlicht blendet nicht mehr.
AWD (Allradantrieb)Beim Allradantrieb (englisch: all wheel drive) wird die Antriebskraft des Motors auf alle vier Räder verteilt. So verbessert sich auch die Bodenhaftung. Mit Sicherheit kommen Sie gut durch die Kurven; Steigungen, Schnee und Matsch verlieren ihren Schrecken. Der Allradantrieb ist auch ideal für das Fahren mit Anhänger.

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B

BarBar ist die offizielle Maßeinheit für Druckangaben. Auch der Reifen-Luftdruck wird in bar gemessen. Die entsprechenden Angaben finden Sie übrigens in der Betriebsanleitung des Autos und auf Aufklebern an der Tür oder im Tankdeckel.
BatterieDie Batterie heißt im Fachbegriff Akkumulator, was mit Sammler übersetzt werden kann. Dieser Begriff erklärt die Aufgabe der Batterie recht gut: Die Batterie soll bei laufendem Motor Energie sammeln und diese beim Starten zur Verfügung stellen. In Kraftfahrzeugen werden überwiegend Bleibatterien verwendet, die aus mehreren Zellen gleicher Größe bestehen. Die Nennspannung einer Zelle wird mit 2 Volt angegeben. Um eine Batterie-Nennspannung von 12 oder 24 Volt zu erreichen, wird die entsprechende Anzahl von Zellen durch Zellverbinder in Reihe geschaltet. Die Zellen bestehen aus gitterförmigen Bleiplatten, die durch Plattenverbinder miteinander verbunden werden. Jede Zelle besteht aus einer Plusplatte mit braunem Bleidioxid und einer Minusplatten aus grauem Blei. Um einen Zellkurzschluss zu vermeiden, sind die Plusplatten mit Kunststoff-Separatoren verkleidet. Jede Zelle ist mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt. Bei laufendem Motor führt die Lichtmaschine (Generator) der Batterie ständig Energie zu. Diese löst eine chemische Reaktion in den Bleizellen aus: Die Generatorspannung zieht Elektronen aus dem Bleisulfat der Plusplatten ab und überträgt diese auf die Minusseite. Dieser Potenzialunterschied bewirkt die Batteriespannung. Bei Stromentnahme fließen Elektronen vom Minuspol über den Verbraucher zum Pluspol. Das Bleidioxid der Plusplatte zerfällt in Blei und Sauerstoff. Der Sauerstoff geht in den Elektrolyten über und verbindet sich mit dem in der Schwefelsäure enthaltenen Wasserstoff zu Wasser. Der Säurerest verbindet sich mit dem Bleisulfat der Platten zu Bleisulfat. Bei einer vollkommen entladenen Batterie enthalten beide Plattensätze Bleisulfat. Es ist fast nur noch Wasser vorhanden.
BlattfedernDie Blattfeder ermöglicht bei Fahrzeugen mit großem Verhältnis von gefederten zu ungefederten Massen einfache und kostengünstige Radaufhängung. Sie kommt fast nur noch beim Lkw vor. Blattfedern bestehen aus mehreren übereinander gestapelten, gleich dicken und breiten Federstahllagen. Sie werden in der Mitte durch den Herzbolzen zusammengehalten, als äußerer Halt dienen Federklammern. Die Länge der einzelnen Federblätter nimmt von Lage zu Lage nach unten hin ab. Bei schweren Lkw mit Blattfederung sind Zusatzfedern üblich. Diese befinden sich über dem Hauptfederpaket und kommen erst bei größerer Nutzlast zum Tragen. Die oberste Federlage ist in Fahrtrichtung vorn zum so genannten Federauge gerollt, durch das der Federbolzen gesteckt wird. Dadurch wird die Verbindung mit dem Fahrzeugaufbau und dem Rahmen hergestellt. Blattfedern können neben den Federungsaufgaben auch die Längs- und Querführung an Starrachsen übernehmen. Bei mehreren Lagen entsteht beim Federn durch Reibung eine erwünschte Eigendämpfung, die allerdings nur bei gröberen Fahrbahnunebenheiten anspricht. Um das Ansprechverhalten zu verbessern, wurde bei einigen Fahrzeugtypen die Anzahl der Blattlagen verringert. Weiterentwicklungen sind die Hyperbel- und Parabelfedern, bei denen die Federlagen nach außen hin dünner werden und nicht mehr über die gesamte Länge aneinander reiben, so dass das Ansprechverhalten verbessert wird.
BoxermotorEntwickelt wurde der Boxermotor 1896 von Carl Benz. Bei diesem Verbrennungsmotor liegen sich die Zylinder paarweise waagerecht gegenüber. Die Kurbelzapfen sind jeweils um 180 Grad versetzt, so dass sich die Kolben der sich gegenüber liegenden Zylinder gleichzeitig von der Kurbelwelle weg oder auf sie zu bewegen. Die Folge: Die Massekräfte wirken weniger stark, der Motor läuft ruhiger. Da der Boxermotor sehr flach ist, lässt er sich sehr niedrig einbauen, (Unterflurmotor). Die Fertigung der Boxermotoren ist aufwändiger und teurer als die Herstellung normaler Reihenmotoren. Ein weiterer Nachteil: Aufgrund der Bauart sind beispielsweise die Zündkerzen oder Ventile nur schwer zugänglich. Das erhöht die Wartungskosten.
BremsflüssigkeitBremsflüssigkeit soll den Druck vom Hauptbremszylinder auf die Radbremszylinder übertragen. Dabei muss sie teilweise extrem hohe Temperaturen vertragen können: Beginnt sie frühzeitig zu sieden, kann die Bremswirkung des Fahrzeugs auf Null gehen. Der Siedepunkt einer neuwertigen Bremsflüssigkeit liegt bei 265 Grad. Leider ist Bremsflüssigkeit hygroskopisch, das heißt, dass sie mit der Zeit Wasser aufnimmt. Dadurch sinkt der Siedepunkt, Sie beginnt bei höheren Temperaturen zu kochen, in den Bremsleitungen bilden sich Luftbläschen. Die Folge ist der gefürchtete Tritt ins Leere. Lassen Sie daher die Bremsflüssigkeit regelmäßig kontrollieren. Bei längeren Berg- und Talfahrten erhitzt sich die Bremsflüssigkeit schnell auf über 180 Grad Celsius. 160 Grad erreicht sie häufig schon, wenn Sie auf der Autobahn mehrmals kurz hintereinander bremsen. Bei einer scharfen Bremsung aus hoher Geschwindigkeit erreichen sie 140° Celsius.
Bußgeldkatalog (Bkat)Der bundesweit geltende Bußgeldkatalog listet mögliche Verkehrsverstöße auf und informiert Sie dazu über Bußgelder, Punkte und mögliche Fahrverbote.

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C

CBC (Kurvenbrems-management)Die CBC (Cornering Brake Control) baut auf dem Antiblockiersystem auf. Wenn Sie in einer Kurve bremsen, entlasten die Fliehkräfte die Räder auf der Kurven-Innenseite. Dadurch kann es zum Eindrehen des Fahrzeugs in die Kurve kommen. Das CBC wirkt diesem Effekt entgegen, indem es beim Bremsen in Kurven den Bremsdruck für jedes Rad separat steuert. Dazu nutzt es die die Daten der ABS-Sensoren an den Rädern.
CE-Zeichen An dem CE-Zeichen soll der Verbraucher erkennen, ob ein Produkt den europäischen Mindestanforderungen entspricht. Deshalb wird es auch gerne als „Produkt-Reisepass“ bezeichnet. Verantwortlich für diese Kennzeichnung ist in der Regel der Hersteller des Produkts. Mit dem CE-Zeichen bestätigt er die Konformität des Produkts mit den jeweiligen EU-Richtlinien. Das heißt: Eine Maschine mit CE-Zeichen erfüllt alle in der Richtlinie festgelegten „wesentlichen Anforderungen“.
Chip-TuningJeder elektronisch geregelte Motor enthält einen Chip, auf dem alle Daten zur Steuerung und Regelung des Motors gespeichert sind. Beim Chip-Tuning greifen Sie in die Software der Motor-Elektronik ein, um die Leistung des Motors zu erhöhen und eine optimale Kraftstoffverbrennung zu erzielen. Durch „Flashen“ des Chips oder das Aufspielen einer neuen Software im Motorsteuergerät können Sie sowohl den Ladedruck als auch die Kraftstoffmenge im Brennraum erhöhen. So steigen die Leistung und das Drehmoment an, ohne dass Sie Motorteile austauschen. Allerdings belastet der Ladedruck den Motor und kann dessen Lebensdauer deutlich verkürzen. Steigt die Motorleistung über die Toleranzgrenzen hinaus an, müssen Sie das Tuning bei einem amtlich anerkannten Sachverständigen in die Fahrzeugpapiere eintragen lassen, Ansprechpartner finden Sie beispielsweise an Ihrer TÜV-STATION. Wird Chiptuning ohne Eintragung in die Zulassungsdokumente vorgenommen, führt dies zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
CNG (Compressed Natural Gas – Komprimiertes Erdgas)Vor dem Hintergrund explodierender Benzinpreise entwickelte sich Erdgas in den letzten Jahren als kostengünstige Kraftstoff-Alternative. Das erkennen Sie auch an der steigenden Anzahl an Autos, die sich mit dem Kürzel CNG als erdgasbetriebenes Fahrzeug-Modell outen. Das Erdgas wird unter Druck in einen entsprechenden Druckzylinder getankt.
CoC (Übereinstimmungs- bescheinigung)Das CoC (Certificate of Conformity) ist eine schriftliche Übereinstimmungsbescheinigung für Produkte in der EU. Mit ihr bestätigen beispielsweise Fahrzeughersteller, dass es für ihr Fahrzeug eine entsprechende Europäische Typgenehmigung gibt. Ein CoC wird jedem Kraftfahrzeug, welches in der EU neu verkauft wird, vom Hersteller beigefügt.
Common-Rail-SystemDie Common-Rail-Einspritzung wird häufig auch Speicher-Einspritzung genannt. Es handelt sich hierbei um Einspritzsysteme für Dieselmotoren mit Direkteinspritzung und bei Ottomotoren mit Multipoint-Einspritzung: Eine Hochdruckpumpe bringt den Kraftstoff auf ein hohes Druckniveau. Der Kraftstoff füllt ein Rohrleitungssystem, das bei Motorbetrieb ständig unter Druck steht. Das System besteht aus einer Förderpumpe, einer Hochdruckpumpe, einem Verteilerrohr [„Rail“], den Einspritzdüsen [„Injektoren“] und einem Steuergerät mit Sensoren und Aktoren. Das Steuergerät errechnet aus der Gaspedalstellung, der aktuellen Motordrehzahl, der Drehwinkellage der Kurbelwelle, der Temperatur von Ansaugluft und Kraftstoff die erforderliche Einspritzmenge, wann der Kraftstoff eingespritzt werden soll und den Zeitpunkt für die Voreinspritzung. Während des Einspritzvorgangs wird der Kraftstoff durch den Injektor in den Brennraum des Motors gepresst. Beim Common-Rail-System sind innerhalb eines Verbrennungstaktes mehrere Einspritzungen pro Zylinder möglich. Die Voreinspritzung („Piloteinspritzung“) verringert das bei Diesel-Direkteinspritzern übliche, harte Verbrennungsgeräusch.
CW-WertWenn die Auto-Designer an neuen Modellen feilen, lassen sie ihnen ordentlich Wind um die Kühlernase wehen. An allen Ecken und Kanten entstehen Wirbel und Widerstände, die sich auf den Spritverbrauch und die Höchstgeschwindigkeit auswirken. Das Ergebnis der Untersuchungen spiegelt sich im CW-Wert wider. Ziel ist ein Kompromiss aus möglichst geringem „Luftwiderstandsbeiwert“ und optimaler Optik.

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D

De-Dion-AchseDie De-Dion-Achse ist eine Starrachse mit getrenntem Achsantrieb, die sich ihr Erfinder Albert de Dion bereits 1893 patentieren ließ. Er befestigte den Achsantrieb von der Achse getrennt am Aufbau. Die Antriebskraft wird über Doppelgelenkwellen übertragen. Wichtig ist hier, dass der Achskörper als Teil der ungefederten Massen besonders leicht ist, da große ungefederte Massen von der Federung nur schwer kontrolliert werden können. Entsprechend genießt der Fahrer bei einer De-Dion-Achse mehr Fahrkomfort und eine bessere Straßenlage. Die De-Dion-Achse kommt heute noch in Renn-, Sport- und Oberklassefahrzeugen zum Einsatz.
DiagonalreifenBis in die 1980-er Jahre waren die Diagonalreifen die üblichen Pkw-Reifen. Charakteristisch für diese Reifenart ist, dass sich die Cordfäden der einzelnen Gewebeunterbau-Lagen in einem spitzen Winkel kreuzen. Der kleine Fadenwinkel bietet bessere Seitenführungseigenschaften und einen geringeren Rollwiderstand. Allerdings wird der Reifen dadurch härter. Mittlerweile haben Gürtelreifen die Diagonalreifen verdrängt.
Differenzial (Ausgleichsgetriebe)Differenziale gleichen Drehzahlunterschiede zwischen den Rädern einer Achse aus. In Kurven legen die äußeren Räder einen längeren Weg zurück als die Räder auf der Kurven-Innenseite. Entsprechend unterschiedlich ist auch die Drehgeschwindigkeit der Räder. Entsprechend dürfen sie nicht starr miteinander verbunden sein. Das Differenzial gleicht diese unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus: Wenn in der Kurve die eine Radseite schneller dreht, verlangsamt es die andere entsprechend. Der Antrieb gibt nur die Summe der beiden Geschwindigkeiten vor.
DifferenzialsperreDas Differenzial hat den Nachteil, dass auf rutschiger Fahrbahn das Antriebsrad mit der geringeren Reifenhaftung durchdrehen kann. Jetzt kommt die Differenzialsperre zum Einsatz: Die Differenzialsperre bewirkt eine starre Verbindung zwischen den Rädern einer Achse. Beide Räder drehen automatisch gleich schnell. Bei vielen Geländefahrzeugen können sowohl die Achsen als auch das Verteilergetriebe gesperrt werden. Bei leistungsstarken Pkw sind selbsttätig sperrende Differentiale üblich.
DiffusorNicht nur die Karosserie leistet dem Wind Widerstand. Noch stärker beeinflusst der Unterboden die Aerodynamik des Autos, vor allem aufgrund seiner Nähe zur Straße. Allerdings ist dabei Luftwiderstand nicht alles. Das merken Sie spätestens, wenn ein Sportwagen bei hohem Tempo im wahrsten Sinne des Wortes abheben möchte. Eine einfache Gegenmaßnahme sind Heckspoiler, die den Wagen auf die Straße drücken. Oder Sie gehen etwas tiefer: unter den Wagen. Der Diffusor besteht aus senkrecht stehenden Luftleitblechen. Die Luft strömt durch diese wie durch Kanäle, so dass ein zusätzlicher Abtrieb entsteht.
Digitales Kontrollgerät (EG-Kontrollgerät)Das EG-Kontrollgerät für Lkw und Omnibusse dokumentiert ihren Arbeitstag. Es zeichnet nicht nur Geschwindigkeit und Wegstrecke auf, sondern erfasst auch die Lenk- und Ruhezeiten; denn ausgeruhte Fahrer sind die besseren Fahrer. In den letzten Jahren lösten digitale Kontrollgeräte zunehmend die klassischen Fahrtenschreiber mit Diagrammscheibe ab.
Drehmoment-WandlerWas beim Schaltwagen die Kupplung, ist bei Wagen mit Automatikgetriebe der Drehmomentwandler. Er verbindet die Kurbelwelle mit dem Getriebe und entspricht in seiner Funktion einer hydrodynamischen Kupplung. Der hydrodynamische Drehmomentwandler besteht aus einem auf der Kurbelwelle des Motors angebrachten Pumpenrad, dem Turbinenrad am Getriebeeingang und einem dazwischen angeordneten Leitrad. Das Gehäuse des Wandlers ist mit Hydrauliköl gefüllt. Das Pumpenrad erzeugt einen Ölstrom, den das Leitrad gegen das Turbinenrad lenkt. So entsteht auf der Turbinenradseite ein größeres Drehmoment, als auf der Seite des Pumpenrades. Am größten ist die Drehmomenterhöhung, wenn am Pumpenrad das maximale Drehmoment des Motors ansteht während das Turbinenrad stillsteht.
Dynamischer ÜberrollschutzÜberschlägt sich ein Cabriolet, fährt ein elektronisches Auslösegerät blitzschnell einen Überrollbügel aus.

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E

ECE-Prüfzeichen, EG-PrüfzeichenMit dem ECE-Prüfzeichen schuf Europa einheitliche technische Richtlinien, die von allen EU-Staaten anerkannt werden. Der Zubehörhandel bietet sehr viele Fahrzeugteile mit einer EG- oder ECE-Genehmigung, die Sie an den Genehmigungszeichen erkennen.

 ECE-Genehmigungszeichen
 EG-Genehmigungszeichen 

Die Zahl hinter dem „e“ bzw. „E“ steht für das Land, dass die Genehmigung erteilt hat, z.B. „1“ Für Deutschland oder „4“ für Niederlande.
EG-Kontrollgerät (Digitales Kontrollgerät) Das EG-Kontrollgerät für Lkw und Omnibusse dokumentiert ihren Arbeitstag. Es zeichnet nicht nur Geschwindigkeit und Wegstrecke auf, sondern erfasst auch die Lenk- und Ruhezeiten; denn ausgeruhte Fahrer sind die besseren Fahrer. In den letzten Jahren lösten digitale Kontrollgeräte zunehmend die klassischen Fahrtenschreiber mit Diagrammscheibe ab.
EG-Typgenehmigung (EG-TG)Genehmigungen für Fahrzeugteile, selbstständige technische Einheiten und Fahrzeugtypen nach den Vorschriften der Europäischen Union.
EinklemmschutzWenn elektrische Fenster und Autodächer sich schließen, droht Gefahr: Kinder können sich einklemmen, Finger und Arme hängen fest. Wenn der Sensor des Einklemmschutzes einen Gegendruck spürt, öffnet er umgehend das Fenster und beugt so Verletzungen vor.
EinparkhilfeBei windschnittigen Fahrzeugen, Autos mit großem Kofferraum oder Transportern sehen Sie beim Einparken häufig nicht das Ende des Wagens. Mit einer Einparkhilfe können Sie es hören. Beim Rückwärtsfahren suchen Ultraschallsensoren nach Hindernissen, akustische Signale warnen den Fahrer rechtzeitig, bevor es kracht.
Einpresstiefe (ET)Als Einpresstiefe (ET) bezeichnet man den Abstand zwischen der Radmitte und der inneren Auflagefläche der Felge auf der Radnabe, der Bremstrommel oder der Bremsscheibe. Die Größe der Bremsscheiben und die Gestalt der Bremssättel beeinflussen die Form der Radschüssel und die ET. Mit der Änderung der ET ändern sich auch die Spurweite und der Lenkrollradius des Fahrzeugs.
EinzelgutachtenAmtlich anerkannte Sachverständige (aaS) überprüfen einzelne Fahrzeuge oder Fahrzeugteile und stellen entsprechende Einzelgutachten aus.
EinzelradaufhängungDurch die Einzelradaufhängung wird die „ungefederte Masse“ der Achse reduziert und die Räder einer Achse können unabhängig voneinander ein- und ausfedern.
Elektronische FensterheberHinter dem elektronischen Fensterheber steckt ein Elektromotor, der in der Autotür oder im hinteren Seitenteil eingebaut wird. Der Elektromotor treibt ein Gelenk- oder ein Seilzuggetriebe an. Beim Gelenkgetriebe bewegt ein Zahnrad ein scherenartiges Gestänge, das die Scheibe öffnet und schließt. Beim Seilzuggetriebe wird die Fensterscheibe per Seilzug auf und ab bewegt.
Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)Die Abkürzung ESP steht für Elektronisches Stabilitäts-Programm. Droht das Fahrzeug auszubrechen, bremst das ESP einzelne Räder gezielt ab und hält so den Wagen auf Kurs. Das ESP-System enthält neben dem Fahrzeugregler, der dem Schleudern entgegenwirkt, auch ein Antiblockiersystem und eine Antriebsschlupfregelung.
EWG-Betriebserlaubnis, EWG-BauartgenehmigungDiese Betriebserlaubnis gilt für Fahrzeugteile und selbstständige technische Einheiten und entspricht den Vorschriften der Europäischen Union.

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F

FahrtrichtungsanzeigerDer Volksmund nennt den Fahrtrichtungsanzeiger an Kraftfahrzeugen oder Anhängern meist Blinker.
Fahrzeugbrief Seit 1.10.2005: Zulassungsbescheinigung Teil II
Fahrzeugidentifikations-Nummer (FIN)Anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer FIN oder VIN (VEHICLE-IDENTIFICATION-NUMBER) lässt sich Ihr Auto weltweit eindeutig identifizieren. Früher war die FIN auch unter dem Begriff Fahrgestellnummer bekannt.
FahrzeugscheinSeit 1.10.2005: Zulassungsbescheinigung Teil I
FederungOhne Federung würden Fahrbahnunebenheiten direkt auf das Fahrzeug übertragen. Fahrzeuginsassen und Ladung würden nicht nur durcheinander gerüttelt. Aufgrund der Fliehkräfte verlören die Räder den Kontakt zur Straße. Für die Kennlinie einer Feder wird in einem Diagramm der Federweg im Verhältnis zur Federkraft dargestellt. Die Steigung der dargestellten Linie ist die Federkonstante. Bei einer weichen Federung verläuft die Federkennlinie flach, bei einer harten Federung steigt sie steil an. Kraftfahrzeuge haben oft eine Federung mit progressiver Kennlinie. Das heißt, dass man bei Normallast eine weiche, komfortable Federung anstrebt. Steigt die Last, wird die Federung härter, damit das Fahrzeug nicht durchschlägt. Sportwagen haben meist eine degressive Federkennlinie: Sie wirkt mit zunehmendem Federweg härter.
FeV (Fahrerlaubnis-verordnung)Die Fahrerlaubnisverordnung ist im Bereich des Verkehrsrechts ein noch relativ neues Verordnungswerk. Sie ersetzt den bis 1998 gültigen Teil A (Personen) der Straßenverkehrszulassungsordnung. Mit der FeV harmonisiert die Europäische Gemeinschaft das Fahrerlaubnisrecht und die in Europa möglichen Fahrerlaubnisklassen.

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G

Gasentladungslampen („Xenonlicht“)Scheinwerfer mit Gasentladungslampen liefern bei niedrigerer Leistungsaufnahme (35 W) einen mehr als zweimal stärkeren Lichtstrom als herkömmliche Halogen-Scheinwerfer (55 W). Auch die Lichtqualität kann sich sehen lassen. Da das hellere Licht dem Tageslicht ähnelt, ermüden die Augen nicht so schnell. Gleichzeitig hat Xenonlicht eine nahezu doppelte Reichweite, wirkt aber auch in der Nähe besser. Entsprechend können Sie sich die Nebelscheinwerfer sparen. Noch ein Sparvorteil: Xenonleuchten halten bis zu viermal solange wie Halogenlampen.
Gasfüllung für ReifenFüllen Sie Ihre Autoreifen statt mit Luft mit Stickoxid. Da dieses Gas nicht brennt, wird es bereits bei Rennwagen- oder Flugzeugreifen genutzt. Die Moleküle von Stickstoff sind zudem größer als die von Luft, so dass das Gas nicht so schnell entweicht und der Reifendruck länger konstant bleibt. Trotzdem ist Stickstoff noch immer umstritten. Unumstritten ist, dass Sie auch hier den Luftdruck regelmäßig kontrollieren müssen.
GelenkwelleDie Antriebswellen übertragen das Drehmoment vom Getriebeausgang auf den Achsantrieb und die Antriebsräder. Bei Fahrzeugen mit Standard-Antrieb nennt man die längs angeordnete Welle zwischen dem Getriebe und dem Achsantrieb Kardanwelle. Als Achswellen bezeichnen die Ingenieure die Antriebswellen, die das Drehmoment vom Achsantrieb auf die Antriebsräder übertragen. Die Kardanwellen und alle Antriebswellen an Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung benötigen Gelenke und Schiebestücke, um die Bewegungen des Antriebsaggregates unter den Antriebslasten und der Räder beim Ein- und Ausfedern auszugleichen. Bei den Kardanwellen von Lkw werden meist einfache Kreuzgelenke verwendet. Bei Pkw sind aus Komfortgründen Gleichlaufgelenke („homokinetische Gelenke“) üblich.
GeschwindigkeitsindexAchten Sie beim Reifenkauf auf die Buchstaben-Kennung. Hinter ihr verbirgt sich die zulässige Höchstgeschwindigkeit, für die der Reifen ausgelegt ist. Das „S“ für „Speed“ reicht beispielsweise für Geschwindigkeiten bis 180 km/h. Da die Autos immer schneller werden, kommen immer neue Kennungen hinzu. Mittlerweile finden Sie auch „H“ wie Highspeed und Geschwindigkeiten bis 210 km/h sowie „V“ (Very High Speed“) für Geschwindigkeiten über 210 km/h.
GetriebeUm das Drehmoment und die Leistung des Motors optimal nutzen zu können, brauchen Sie eine Kombination aus Kupplung und Schaltgetriebe. Beim Anfahren oder bei Steigungen benötigen Sie eine größere Übersetzung, damit der Motor nicht „abgewürgt“ wird. Das heißt, dass sich die Kurbelwelle des Motors häufiger drehen muss, als in einem größeren Getriebegang. Um den niedrigen Gang einzulegen, tritt der Fahrer auf das Kupplungspedal. Ein Seilzug löst die Verbindung zwischen Kurbelwelle und Getriebe. Für einen Moment läuft der Motor im Leerlauf, bis der Fahrer einen neuen Gang einlegt. Einfacher ist es beim Automatik-Fahrzeug, da hier ein Wandler selbsttätig den richtigen Gang einlegt. Eine zukunftsweisende Entwicklung sind Direktschaltgetriebe, die intelligent, sehr schnell und fast ohne Schaltruck arbeiten.
G-KatIn Verbrennungsmotoren wird das Luft-Benzin-Gemisch nicht perfekt verbrannt. So entstehen unter anderem Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide. Der geregelte Katalysator (G-Kat) verwandelt diese drei Stoffe innerhalb einer chemischen Reaktion in nicht giftige Gase. Voraussetzung ist ein konstantes Luft-Kraftstoff-Gemisch, das beim G-Kat von einer oder mehreren Lambda-Sonden geregelt wird.
Gürtelreifen / RadialreifenDer Radialreifen verbindet eine relativ harte, widerstandsarme Lauffläche mit weicheren Flanken. Das Rayon-Gewebe der Karkasse geht radial von Wulst zu Wulst. Zusätzlich verstärkt ein Gürtel aus zwei bis drei Lagen Stahldraht die Lauffläche, weshalb die Reifen auch Gürtelreifen genannte werden. Vorteile gegenüber dem Diagonalreifen sind der geringere Rollwiderstand, der geringere Kraftstoffverbrauch, eine bessere Seitenführung und ein besseres Brems- und Antriebsverhalten. Allerdings ist der Federungskomfort etwas geringer.
GurtstrafferGurtstraffer gehören, wie Airbags, zu den passiven Sicherheitseinrichtungen des Autos. Häufig sitzt der Gurt nicht straff genug am Körper. Schuld ist zu luftige Kleidung, lässiges Verhalten oder ein zu lascher Aufroller. Der bis zur Fahrzeug-Mittelklasse übliche kleinere Airbag bietet nur zusammen mit dem Dreipunktgurt die nötige passive Sicherheit. Doch selbst bei einem gut am Körper anliegenden Gurt sind Kopf und Körper gefährdet, da sich das Gurtband unter Belastung dehnt. Dieses Problem löst der Gurtstraffer: Bei einem Unfall, zünden Sensoren im Gurtstraffer eine kleine Sprengladung. Der Druck der Explosion spannt den Gurt zusätzlich an.
GyroskopDas Gyroskop ist ein Kreiselinstrument, mit dem Sie die Achsendrehung der Erde nachweisen können. Gyroskope werden unter anderem auch als Navigationsinstrumente eingesetzt.

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H

HardyscheibeDie Hardyscheibe ist eine aus Gummi oder einem anderen elastischen Material gefertigte Gelenkscheibe mit einvulkanisierten Stahlbuchsen. Bei Kardanwellen gleicht sie die Winkeldifferenzen zwischen beiden Achsen aus. Gleichzeitig dämpft sie Stöße, die beim Drehzahlwechsel oder dem Anlauf der Welle entstehen. Bei sehr langen oder sehr schnell drehenden Wellen hält eine Zentrierung die Gelenkscheibe in Position.
Hubraum Der Hubraum ist das Volumen, das bei einem Motor durch den Hub aller Kolben insgesamt verdrängt wird. Je größer der Hubraum, desto leistungsstärker ist im Allgemeinen der Motor, da mit größerem Gasvolumen mehr Kraft auf die Kolben wirkt.

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I

Isofix-SystemIsofix ist ein genormtes Befestigungssystem für Kindersitze: In vielen Autos befinden sich Isofix-Verankerungen, an denen die Rastarme der Kindersitze einfach eingesetzt werden. Das Isofix-System bietet folgende Vorteile:
  • Der Kindersitz lässt sich im Handumdrehen befestigen.
  • Sie können wenig falsch machen.
  • Der Kindersitz ist sicherer, da er mit der Karosserie direkt verbunden ist.
  • Wenn das Auto keine Isofix-Verankerung hat, kann der Sitz noch immer mit den Gurten angeschnallt werden.

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K

KarosserieUnter der Karosserie verstehen wir den gesamten Fahrzeugaufbau auf dem Fahrgestell. Ziel der Konstrukteure ist es, mit wenig Gewicht alle Fahrzeugteile stabil zu verbinden und den Fahrgästen ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Gleichzeitig soll die Karosserie nicht nur schön aussehen, sondern auch möglichst widerstandslos durch den Wind rauschen. Wir unterscheiden zwischen zwei Karosserie-Grundformen. Lkw und echte Geländewagen haben einen Rahmen, an dem alle Aufbauten befestigt sind. Der Rahmen besteht aus zwei Längsträgern, die durch Querträger miteinander vernietet sind. Die Achsen werden über Befestigungskonsolen am Rahmen befestigt, Motor und Getriebe sind vorn zwischen den beiden Längsträgern aufgehängt. Pkw-Karosserien sind fast ausschließlich selbsttragend. Bei diesen Karosserien entfällt der Rahmen. Motor, Getriebe und Fahrgestell werden an speziellen Punkten befestigt, die die auftretenden Kräfte über Verstärkungen in die Karosserie einleiten. Die selbsttragende Karosserie erhält ihre Stabilität durch das Zusammenfügen von kalt verformten Karosserieblechen. Die durch Tiefziehen erzeugten Profilformen werden durch Verschweißen oder Verlöten zusammengefügt und geben so der Karosserie die gewünschte Strukturfestigkeit.
Kick-Down Beim Kick-down treten Sie das Gaspedal des Automatik-Wagens einmal schnell durch. Hierdurch schaltet der Wagen automatisch in einen niedrigeren Gang, so dass er besser beschleunigt.
Klimaautomatik, KlimaanlageBei Klimaanlagen ohne Klimaautomatik regeln Sie die Fahrzeug-Innenraumtemperatur manuell. Bei der Klimaautomatik stellen Sie sich Ihre Wunschtemperatur und Gebläsestufe ein. Ein Thermostat hält die Temperatur auf dem gewünschten Niveau. Bei Fahrzeugen der gehobenen Preisklassen können Sie die Luftverteilung für Fahrer und Beifahrer separat einstellen. Einige Luxusgefährte legen ein spezielles Nutzerprofil an: Sobald Sie die Zündung betätigen, wird die Klimaautomatik entsprechend dieser Vorgaben eingestellt.
KotflügelEinst verhinderten die Abdeckungen über den Rädern, dass die Kutschräder Straßendreck in die Kutschen schleudern. Heute sollen die Kotflügel vor allem andere Verkehrsteilnehmer vor den frei drehenden Rädern schützen. Gleichzeitig würden freie Räder bei Regen das Wasser aufwirbeln und nachfolgenden Fahrern die Sicht rauben.
Kraftstoff-FilterDer Kraftstoff-Filter befreit den Sprit von Schmutz. Fahrzeuge mit Dieselmotoren haben meist Vorfilter, die gröbere Verunreinigungen heraussieben. Im Hauptfilter bleiben auch feinste Verunreinigungen hängen. Nur so funktionieren Einspritzsysteme, die auf wenige Tausendstel Millimeter genau arbeiten müssen. Bis zur Einführung der Einspritztechnik genügten den Ottomotoren noch kleine, einfache Filter.
KurzzeitkennzeichenSie erhalten Kurzzeitkennzeichen bei den Zulassungsbehörden, damit Sie nicht zugelassene Fahrzeuge Probe fahren oder ein Fahrzeug überführen können. Das Kennzeichen gilt bis zum angegebenen Ablaufdatum, jedoch maximal fünf Tage ab Zuteilung.

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L

Lambda-SondeEin Fühlerpunkt der Lambda-Sonde liegt im Abgasstrom, der andere prüft die Umgebungsluft. So misst sie permanent das Verhältnis von Luft zu Kraftstoff und den Restsauerstoffgehalt in den Abgasen. Die Ergebnisse werden an ein Steuergerät weitergeleitet, das die Gemischbildung regelt und die Kraftstoff-Einspritzmenge anpasst.
LED (Leuchtdioden) Die LED (Licht Emittierende Dioden) revolutionieren den Beleuchtungsmarkt. Sie basieren auf Halbleiterverbindungen, die den Strom direkt in Licht umwandeln. Anders als herkömmliche Glühlampen geben Sie keine Wärme ab, so dass sie die Energie wesentlich effizienter umsetzen. Die LED könnten die Beleuchtungstechnik ähnlich stark verändern, wie es die Halbleitertechnologie bereits bei der Elektronik tat.
LenkrollradiusDer Lenkrollradius ist der Abstand zwischen Mitte der Radaufstandsfläche und dem Durchstoßpunkt der verlängerten Lenkdrehachse durch die Fahrbahn. Je größer der Lenkrollradius wird, desto schwerer lässt sich das Fahrzeug lenken. Auch die Lenkübertragungselemente werden zunehmend stärker beansprucht. Bei modernen Fahrzeugen wird ein negativer Lenkrollradius angestrebt, da dieser bei einseitig ziehenden Bremsen oder uneinheitlich glatter Fahrbahn die Fahrt stabilisiert. Normalerweise neigt das Auto dazu, in Richtung des stärker gebremsten Rads zu ziehen. Beim negativen Lenkrollradius wird diese Reaktion ins Gegenteil umgekehrt. Die Bremskraft dreht das Rad zur nicht gebremsten Seite hin ein. Dadurch verhindern Sie ein seitliches Ausbrechen.
LeuchtweitenregulierungSinn der Leuchtweitenregulierung ist es, die Scheinwerfereinstellung und damit die Reichweite des Abblendlichts anzupassen, wenn das Heck einsinkt. Das passiert beispielsweise, wenn Sie Ihr Auto schwer beladen haben oder mehrere Personen mitfahren. Verstellen Sie in diesem Fall die Reichweite nach unten. Umgekehrt sollten Sie bei unbeladenem Fahrzeug das Licht entsprechend hoch einstellen, damit Sie weiter blicken können. Viele Autos verfügen mittlerweile über eine dynamische Leuchtweitenregulierung. Die Scheinwerfer passen sich automatisch der Fahrsituation an. Bei Xenon-Scheinwerfern ist die automatische Regulierung bereits vorgeschrieben.
LLK (Ladeluftkühler)Der Ladeluftkühler gehört heutzutage nahezu zu jedem Turbomotor. Bei aufgeladenen Motoren kühlt er die zugeführte Luft und führt so zu mehr Leistung bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch. Eine 10° C niedrigere Ladelufttemperatur ergibt rund 3 Prozent mehr Leistung.
LordosenstützeLordose nennen die Mediziner die nach vorn gerichtete natürliche Krümmung der menschlichen Wirbelsäule. Gerade bei Vielfahrern liegt hier ein Knackpunkt. Immer mehr Autohersteller entlasten das Fahrer-Rückgrat mit aufblasbaren Lordosestützen, die sich dem Benutzer individuell anpassen.
LPG (Flüssiggas)Das Flüssiggas (LPG – Liquified Petroleum Gas) besteht aus Propan oder einem Gemisch aus Propan und Butan. Es wird unter Druck verflüssigt in Druckbehältern getankt. Das Motoröl bleibt sauberer als bei Benzinern und Dieselfahrzeugen und auch die Zündkerzen müssen Sie seltener wechseln. Allerdings dürfen Sie bisweilen nicht in jede Tiefgarage fahren, und für den Kaltstart benötigen Sie zusätzlich noch etwas Benzin.

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M

MaterialgutachtenDas Materialgutachten beschreibt die Materialeigenschaften eines Fahrzeugteils. Hält das Teil, was sich die Käufer von ihm versprechen oder geht es vorzeitig zu Bruch? Wie schnell brennt es? Das Gutachten ist Grundlage für Einzelgutachten, die ein amtlich anerkannter Sachverständiger ausstellt.
Mehrteilige Räder Autoräder bestehen aus der Felge, auf welcher der Reifen sitzt, und der Radschüssel. Bei den früher üblichen Speichenrädern wurden Felge und Nabe durch Stahlspeichen verbunden. Heute präsentieren Hersteller von Leichtmetallrädern unterschiedlichste Design-Varianten: Die mehrteiligen Leichtmetall-Räder bestehen aus zwei Felgen-Teilringen und einer Radscheibe oder Radschüssel. Bei gleicher Radschüsselform können Sie durch verschieden breite Felgen-Teilringe die Felgenmaulweite und die Einpresstiefe der Räder variieren. So sparen die Hersteller bei der Herstellung und die Autofahrer freuen sich über mehr Vielfalt.
MittelmotorIm Gegensatz zum Heckmotor sitzt der Mittelmotor vor der angetriebenen Hinterachse. Der Vorteil: Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse. Das Fahrzeug ist wendiger und lässt sich einfach besser fahren.

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N

NachrüstungManchmal können Sie mit gut kalkulierbaren Investitionen Ihr Auto auf einen modernen Stand der Technik bringen und den Wert des Wagens steigern. Für nachträglich eingebaute Teile benötigen Sie ein Teilegutachten, eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Bauartgenehmigung.
Nebelscheinwerfer Die meisten Autos sind heute serienmäßig oder gegen Aufpreis mit Nebelscheinwerfern ausgerüstet. Sie werden an der Fahrzeugfront paarweise unter den Scheinwerfern montiert, um an trüben Tagen Licht in die Nebelsuppe zu bringen. Doch manche Scheinwerfer sind gefährliche Blender. Viele Autofahrer betrachten sie als Design-Objekte und schalten sie selbst bei Sonnenschein ein, obwohl sie nur bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schneefall benutzt werden dürfen. Zusätzlich müssen Sie Stand- oder Abblendlicht einschalten.
NiveauregulierungMit der automatische Niveauregulierung genießen Sie immer optimale Bodenfreiheit, auch wenn der Wagen schwer beladen ist. Das Fahrzeug bleibt brav waagerecht, der Gegenverkehr wird nicht geblendet. Sensoren überwachen permanent den Abstand zwischen Karosserie und Achsen. Sinkt das Fahrzeug ab, presst ein Kompressor Luft oder Hydraulikflüssigkeit in das Federsystem. Bei einigen Fahrzeugtypen senkt sich der Fahrzeugaufbau bei hohen Geschwindigkeiten automatisch ab, um den Luftwiderstand zu verringern.
NotradNoträder sind leichte Zusatzräder, die bei einer Panne den defekten Reifen ersetzen. Das Notrad löst das klassische Reserverad ab. Es ist leichter, nimmt weniger Platz ein und ist günstiger. Fahren Sie mit dem Notrad nur bis zur nächsten Werkstatt, an der Sie umgehend einen normalen Reifen montieren lassen. So vermeiden Sie mögliche Schäden am Achsdifferenzial der Antriebsachse. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h. TÜV NORD-Tipp: Sollten Sie Sonder- oder Alu-Rädern haben, packen Sie vier bis fünf Radschrauben für das Notrad ein. Häufig haben die Radschrauben der Sonderräder eine andere Länge. Alternativen zum Notrad sind das Faltrad, das mit einem Kompressor aufgeblasen wird sowie Tirefit-Systeme. Bei diesen spritzen Sie ein flüssiges Dichtmittel in den Reifen, das kleinere Löcher vorübergehend abdichtet.
NP (Nachprüfung)Ist Ihr Auto bei einer vorgeschriebenen Fahrzeugprüfung durchgefallen, muss es zur NP, sprich Nachprüfung.
NutzlastDie Nutzlast ist das Gewicht, das Sie Ihrem Auto zusätzlich aufbürden dürfen. Im bisherigen Fahrzeugschein finden Sie den entsprechenden Wert unter Ziffer 9. In der Zulassungsbescheinigung Teil 1 gibt es leider keinen entsprechenden Eintrag.

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O

Pedal-Release-SystemUm die Füße und Unterschenkel bei einem starken Frontalaufprall zu schützen, klinken sich Gas-, Brems- und Kupplungspedal selbsttätig aus.
Piezo-Technik Bei der Piezo-Technik steuern so genannte Piezo-Kristalle die Einspritzsysteme. Unter mechanischem Druck bauen sie eine elektrische Spannung auf. Dieses Prinzip kennen Sie vielleicht von Feuerzeugen, bei denen Hochspannung einen Zündfunken erzeugt. Das Prinzip funktioniert aber auch umgekehrt: Legt man an den Kristall eine Spannung an, verformt er sich. Dabei wirken sehr starke mechanische Kräfte. Und das unglaublich schnell. Die Piezo-Technik schaltet innerhalb von Millionstel-Sekunden. So lässt sich bei Direkteinspritzsystemen der Öffnungs- und Schließmechanismus des Einspritzventils optimieren. Der Kraftstoffverbrauch geht um runde drei Prozent zurück. Die Feinstaubbelastung wird um 20 Prozent gesenkt, und der Motor läuft deutlich leiser.
PrüfbescheinigungBei Fahrzeugprüfungen gibt es folgende Bescheinigungen:
  1. Untersuchungsbericht einer Haupt – oder Abgasuntersuchung,
  2. Teilegutachten oder ABE für Nachrüstteile,
  3. Bestätigung einer Änderungsabnahme
PS (Pferdestärke)PS ist eine veraltete Maßeinheit, die über die Stärke eines Motors informiert. PS bedeutet Pferdestärken; ein PS entspricht etwa der Leistung, die ein Pferd durchschnittlich erbrachte. Bereits Ende der 70er Jahre wurde PS von der Bezeichnung kW für Kilowatt abgelöst. Da sich die Autofahrer damit nie recht anfreunden konnten, wird die Leistung häufig noch immer in PS angegeben, allerdings müssen die kW ebenfalls genannt werden. Ab 2010 sterben aufgrund von EU-Richtlinien die Pferdestärken aus. PS-Liebhaber müssen dann rechnen: 1 kW entspricht 1,35962 PS.
Pumpe-Düse-SystemBeim Pumpe-Düse-System bilden Einspritzpumpe und Einspritzventil für jeden Zylinder eine Einheit. Der Antrieb erfolgt über die Motornockenwelle. Die Spitzenwerte des Einspritzdrucks erreichen bei diesem System ca. 2000 bar. Aufgrund des hohen Drucks kann der Kraftstoff besser verbrannt werden. Bisher arbeiten die Pumpe-Düse-Einspritzer noch mit Magnetventilen, doch auch hier gehört die Zukunft dem Piezo-System.

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P

Pedal-Release-SystemUm die Füße und Unterschenkel bei einem starken Frontalaufprall zu schützen, klinken sich Gas-, Brems- und Kupplungspedal selbsttätig aus.
Piezo-TechnikBei der Piezo-Technik steuern so genannte Piezo-Kristalle die Einspritzsysteme. Unter mechanischem Druck bauen sie eine elektrische Spannung auf. Dieses Prinzip kennen Sie vielleicht von Feuerzeugen, bei denen Hochspannung einen Zündfunken erzeugt. Das Prinzip funktioniert aber auch umgekehrt: Legt man an den Kristall eine Spannung an, verformt er sich. Dabei wirken sehr starke mechanische Kräfte. Und das unglaublich schnell. Die Piezo-Technik schaltet innerhalb von Millionstel-Sekunden. So lässt sich bei Direkteinspritzsystemen der Öffnungs- und Schließmechanismus des Einspritzventils optimieren. Der Kraftstoffverbrauch geht um runde drei Prozent zurück. Die Feinstaubbelastung wird um 20 Prozent gesenkt, und der Motor läuft deutlich leiser.
PrüfbescheinigungBei Fahrzeugprüfungen gibt es folgende Bescheinigungen:
  1. Untersuchungsbericht einer Haupt – oder Abgasuntersuchung,
  2. Teilegutachten oder ABE für Nachrüstteile,
  3. Bestätigung einer Änderungsabnahme
PS (Pferdestärke)PS ist eine veraltete Maßeinheit, die über die Stärke eines Motors informiert. PS bedeutet Pferdestärken; ein PS entspricht etwa der Leistung, die ein Pferd durchschnittlich erbrachte. Bereits Ende der 70er Jahre wurde PS von der Bezeichnung kW für Kilowatt abgelöst. Da sich die Autofahrer damit nie recht anfreunden konnten, wird die Leistung häufig noch immer in PS angegeben, allerdings müssen die kW ebenfalls genannt werden. Ab 2010 sterben aufgrund von EU-Richtlinien die Pferdestärken aus. PS-Liebhaber müssen dann rechnen: 1 kW entspricht 1,35962 PS.
Pumpe-Düse-SystemBeim Pumpe-Düse-System bilden Einspritzpumpe und Einspritzventil für jeden Zylinder eine Einheit. Der Antrieb erfolgt über die Motornockenwelle. Die Spitzenwerte des Einspritzdrucks erreichen bei diesem System ca. 2000 bar. Aufgrund des hohen Drucks kann der Kraftstoff besser verbrannt werden. Bisher arbeiten die Pumpe-Düse-Einspritzer noch mit Magnetventilen, doch auch hier gehört die Zukunft dem Piezo-System.

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R

RadialreifenDer Radialreifen verbindet eine relativ harte, widerstandsarme Lauffläche mit weicheren Flanken. Das Rayon-Gewebe der Karkasse geht radial von Wulst zu Wulst. Zusätzlich verstärkt ein Gürtel aus zwei bis drei Lagen Stahldraht die Lauffläche, weshalb die Reifen auch Gürtelreifen genannte werden. Vorteile gegenüber dem Diagonalreifen sind der geringere Rollwiderstand, der geringere Kraftstoffverbrauch, eine bessere Seitenführung und ein besseres Brems- und Antriebsverhalten. Allerdings ist der Federungskomfort etwas geringer.
Radlager Häufig bemerken Sie die Radlager erst, wenn sie verschlissen sind: Plötzlich laufen sie nicht mehr rund. Lärmpegel und Reibungswiderstand steigen, der Spritverbrauch auch. Je ausgeleierter die Lager sind, desto mehr Lärm machen sie. Das bekommen Sie vor allem in Kurven zu hören. Die Kugel- und Wälzlager bestehen aus dem Innen- und dem Außenring. Wenn sich die Räder drehen, wälzen sich Kugeln oder Rollen. Die Laufflächen der Lagerringe und die Oberflächen der Kugeln oder Rollen werden besonders fein gearbeitet, um den Laufwiderstand so niedrig wie möglich zu halten. In Kraftfahrzeugen und Anhängern sitzen die Radlager zwischen der Radnabe und dem Radträger. Als Radführungselemente werden bei gelenkten Rädern die Achsschenkel, bei Einzelradaufhängungen die Achslenker oder die Achsen bezeichnet. Um neben den vertikalen Radlasten auch die bei Kurvenfahrt auftretenden Seitenkräfte aufnehmen zu können, werden die Radlager in einem möglichst großen Abstand voneinander auf dem Radträger angeordnet.
RadnabenmotorDer Radnaben- oder Nabenmotor sitzt direkt im Rad und trägt gleichzeitig die Radnabe. Bereits 1913 entwickelte Ferdinand Porsche eine Militär-Zugmaschine mit Radnabenmotoren an allen Rädern. Der benzinbetriebene Antriebsmotor erzeugte über einen Generator den Strom, der über Kabel zu den vier Radnabenmotoren geleitet wurde. So konnte er einen Allradantrieb ohne Verteilergetriebe, Antriebswellen und -gelenke verwirklichen. Die Firma Megola baute in den 20er Jahren ein Motorrad mit einem Fünfzylinder-Sternmotor im Vorderrad. Auch bei den Fahrrädern mit Hilfsmotor und den leichten Motorrädern gab es immer wieder Einzelbeispiele für Radnabenmotoren, beispielsweise die Saxonette von 1938 und das Leichtmofa mit Sachsmotor von 1980. Trotzdem konnten sich Nabenmotoren nie durchgesetzt. Ein wesentlicher Nachteil ist die große ungefederte Masse des Rades, die den Fahrkomfort beeinträchtigt. Mit der Einführung der Hybridfahrzeuge könnten Radnabenmotoren wieder interessanter werden: Der Verbrennungsmotor treibt bei normaler Fahrt über das Getriebe und die Antriebswellen die Räder einer Achse an. Wird zusätzliche Leistung benötigt, schalten sich die Nabenmotoren an der anderen Achse mit Strom aus der Speicherbatterie dazu. Diese Technik ermöglicht beim Lexus RX 400 h den Allradantrieb.
RadstandDer Radstand ist der Abstand zwischen den Achsen eines Fahrzeugs in Längsrichtung, gemessen von Radmitte zu Radmitte. Je größer er ist, desto besser kann das Fahrwerk die Schwingungen um die Querachse auffangen. Die Fahrzeuge haben einen ruhigen Geradeauslauf und liegen ruhiger auf der Straße. Andererseits sind Fahrzeuge mit kurzem Radstand tendenziell wendiger und handlicher.
ReibungsdämpferDie Bauweise des Reibungsdämpfers war bereits um 1900 bekannt. Der Dämpfer besteht aus zwei ebenen Scheiben mit Reibbelag, die mit einem Ausleger am Aufbau oder am Achskörper befestigt sind und durch Tellerfedern gegeneinander gepresst werden. Die Dämpferwirkung hängt von der Federkraft und vom Reibbeiwert der Beläge ab. Hier liegt auch einer der Gründe, warum der Reibungsdämpfer von hydraulischen Stoßdämpfern ersetzt wurde: Reibungsdämpfer sind extrem wartungs- und reparaturintensiv. Und wenn die Dämpferwirkung plötzlich nachlässt, bedeutet das Adrenalin pur bei jeder Bodenwelle – das Fahrzeug schaukelt sich so auf, dass Sie es kaum noch beherrschen können.
Reihen-EinspritzpumpeDie Reihen-Einspritzpumpe soll bei Dieselmotoren mit vier bis zwölf Zylindern den Kraftstoff in genau bemessenen Mengen und zu bestimmten Zeiten unter sehr hohem Druck zu den einzelnen Düsen pumpen. Wichtig ist der Einsatz dieser Pumpenart bei großvolumigen Motoren mit höherem Kraftstoffbedarf. Die Einspritzpumpenelemente sind in Reihe angeordnet. Unten im Pumpengehäuse rotiert die Pumpennockenwelle mit der halben Kurbelwellendrehzahl des Motors und bewegt die darüber liegenden Rollenstößel und Pumpenkolben auf und ab. Die Pumpenkolben sind mit einer Genauigkeit von 0,001 Millimeter in die Pumpenzylinder eingepasst. Diese Passgenauigkeit ist erforderlich, um auf zusätzliche Dichtelemente verzichten zu können und den für Dieselmotoren erforderlichen hohen Druck zu erreichen. Die an das Gehäuse der Einspritzpumpe angeflanschte Kraftstoffpumpe befördert den Dieselkraftstoff aus dem Tank zu den Zulaufbohrungen des Pumpenzylinders. Sobald sich der Pumpenkolben aufwärts bewegt und die Zulaufbohrung verschließt, beginnt die Kraftstoffförderung über die Einspritzleitung zur Einspritzdüse. Der Förderhub wird beendet, sobald die am Schaft des Pumpenkolbens schräg aufwärts verlaufende Steuerkante vor der Zulaufbohrung steht, weil dann kein Druckaufbau mehr möglich ist. Alle Einspritzpumpenelemente sind außen mit einem Zahnsegment versehen und können über die vom Fahrpedal zu betätigende Regelstange synchron um ihre Hochachse gedreht werden. Durch das Drehen der Einspritzpumpenelemente wird die Position der Steuerkante zur Zulaufbohrung und damit die Fördermenge geändert. Jedes Einspritzpumpenelement versorgt die Einspritzdüse eines Zylinders. Mittlerweile wird die Reihenpumpe weitgehend durch das Pumpe-Düse-System ersetzt.
RückhalteeinrichtungenRückhalteeinrichtungen gehören zu den passiven Insassen-Sicherheitssystemen. Sie bestehen aus Sicherheitsgurten mit Gurtstraffern und Airbag-Systemen.
Rußfilter / PartikelfilterRuß- oder Partikelfilter sollen die krebserregenden Rußpartikel in den Abgasen entfernen. Als bisher beste Lösung hat sich der Keramik-Monolith-Filter erwiesen. Bei ihm sind, anders als beim mit Platin, Rhodium oder Palladium beschichteten Katalysator für Ottomotoren, die Kanäle wechselseitig verschlossen, so dass die Abgase durch die poröse, wabenförmige Struktur des Filters strömen. Dabei lagern sich die Partikel in den Poren ab. Damit der Filter nicht verstopft, muss er regelmäßig regeneriert werden. Bei der chemischen Regeneration werden dem Kraftstoff Zusatzstoffe beigefügt, durch die die Zündtemperatur der Partikel herabgesetzt wird. Beim thermischen Verfahren wird über ein Brennelement die Abgastemperatur auf mehr als 700 Grad erhöht, so dass die Partikelablagerungen verbrennen. Der Regenerationszeitpunkt kann als festes Intervall in der Motorsteuerung hinterlegt sein oder über eine Druckmessdose in der Auspuffanlage ausgelöst werden.

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S

SaisonkennzeichenWer sein Auto, Motorrad oder Wohnmobil nicht das ganze Jahr fahren möchte, holt sich ein Saisonkennzeichen. Einmal für einen gewünschten Zeitraum beantragt, erfolgt die An- und Abmeldung automatisch. Die Saison dauert mindestens zwei Monate und höchstens elf Monate. Außerhalb dieses Zeitraumes dürfen Sie mit dem Fahrzeug nicht fahren und nicht im öffentlichen Verkehrsraum parken.
Schalldämpfer Schalldämpfer gehören zur Auspuffanlage und sollen die Fahrzeuggeräusche mindern. Dazu glätten sie die im Gasstrom enthaltenen Gaswechselströme. Der Schalldämpfer erzeugt einen Auspuffgegendruck, der auch die Motorleistung und den Drehmomentverlauf beeinflusst. Nachträgliche Veränderungen der Auspuffanlage führen nicht nur zu mehr Lärm, sondern auch zu einem schlechteren Drehmoment und einem höherem Kraftstoffverbrauch.
ScheibenantenneGenau wie die Dach- oder Teleskopantennen ermöglicht die Scheibenantenne den Radioempfang im Auto; allerdings brauchen Sie die Scheibenantenne nicht vorm Besuch der Waschanlage abzuschrauben. Teilweise bieten die Hersteller die Scheibenantennen bereits werkseitig an. Dann sind die dünnen Drähte oder Litzen zwischen die Scheiben der Verbundglas-Windschutzscheibe gefügt oder auf die Heckscheibe gedampft. Auch der Zubehörhandel bietet Scheibenantennen. Kleben Sie die Drähte einfach auf die Innenseite der Front- oder Heckscheibe. Von dort führt ein Antennenkabel zum Radio. Guten Empfang!
ScheibenbremseSeit Mitte der 50er Jahre gehören Scheibenbremsen serienmäßig zum Pkw und seit Mitte der 90er Jahre auch in Omnibussen, Lkw und Anhängern. Sie bremsen auch noch bei Überhitzung, dank der offenen Bauweise lagert sich kaum Bremsbelagstaub ab und an der Vorderachse vermeidet die Scheibenbremse das Schiefziehen. Auch die bei manchen Trommelbremsen gewöhnungsbedürftigen Bremskraft-Unterschiede bei Vor- und Rückwärtsfahrt gehören der Vergangenheit an. Die Scheibenbremsen bestehen aus einer Scheibe, die mit der Nabe verbunden ist. Wie eine Zange drücken die auf Bremssätteln sitzenden Bremsbeläge auf die Scheibe. Die Bremssättel stützen sich an der Achse ab. Wird der Bremssattel fest mit dem Achskörper verschraubt („Festsattel“), dann müssen auf beiden Seiten der Bremsscheibe Radbremszylinder angebracht werden. Wegen des einfacheren Aufbaus wird heute der Bremssattel meistens seitlich verschiebbar über der Bremsscheibe angeordnet („Schwimmsattel“). Bei dieser Bauart ist nur auf einer Seite ein Hydraulikzylinder erforderlich. Da eine Kraft nur dann wirken kann, wenn eine entsprechende Gegenkraft wirkt, wird der Bremsbelag vor dem Hydraulikzylinder gegen die Bremsscheibe gedrückt und der Sattel soweit verschoben, bis der gegenüberliegende Bremsbelag mit der gleichen Kraft dagegen drückt. Zur besseren Wärmeableitung haben die Bremsscheiben größerer oder leistungsstärkerer Fahrzeuge eingegossenen Lüftungskanäle („innenbelüftete Bremsscheiben“).
Schiebetüren am AutoEndlich haben Sie in der Stadt einen schmalen Parkplatz gefunden. Doch spätestens wenn Sie aussteigen wollen, wird es richtig eng: Eine normale Autotür bekommen Sie kaum auf, ohne beim Nachbarn anzuecken. Anders die Schiebetür. Keine Verrenkungen, kein Quetschen, kein Ärger.
Schlüsselloses Starten (Keyless-Go-System)Mit der Chipkarte öffnen sich Ihnen die Wagentüren, den Motor starten Sie einfach per Knopfdruck. Sie brauchen keine Wegfahrsperre deaktivieren. Alles wird über die Elektronik geregelt. Sogar Sitz und Spiegel stellen sich automatisch auf die Bedürfnisse des Chipkartenbesitzers ein. Eine Erweiterung des Keyless-Go-Systems nutzt biometrische Daten: Iris-Scan oder Fingerabdruck-Erkennung.
SchraubenfederBeim Pkw hat die Schraubenfeder alle anderen Federarten fast völlig verdrängt. Das hängt mit ihrer kompakten Bauform zusammen. So kann sie beispielsweise um den Schwingungsdämpfer gewickelt werden. Die Schraubenfeder ist im Prinzip eine spiralförmig aufgewickelte Drehstabfeder. Die Federwirkung wird durch die Zahl der Wicklungen und dem Federstahldraht bestimmt. So kann die Federrate eine progressive Kennung haben. An den Fahrwerkselementen von Fahrzeugen mit Schraubenfedern sind Einrichtungen zur Längs- und Querführung der Räder erforderlich.
Schwingungsdämpfer (Stoßdämpfer)Wenn der Wagen durch Schlaglöcher oder Bodenwelllen in Schwingungen gerät, müssen die Schwingungsdämpfer die Räder auf der Straße halten, damit Sie sicher lenken und bremsen können. Noch bis zum zweiten Weltkrieg wurden dafür Reibungsdämpfer verwendet. Danach setzten sich die hydraulischen Teleskop-Schwingungsdämpfer durch.
SchwingungsgyrometerEin Gyrometer dient prinzipiell dazu, Drehwinkel-Änderungen um die Hochachse des Fahrzeugs zu erfassen, den so genannten Gier-Winkel. Wie ein Kompass verfolgt das Gyrometer die Lage des Wagens und registriert jede Drehung. Das Navigationssystem nutzt diese Funktion zur Unterstützung der Streckenerfassung, beispielsweise wenn keine Satellitenverbindung besteht. Der ESP-Rechner erfährt durch das Gyrometer, ob Bremseingriffe nötig sind.
SeitenaufprallschutzBei einem seitlichen Crash sollten die auf die Fahrzeuginsassen wirkenden Kräfte möglichst gering sein. Hierzu werden in der B-Säule und in den Türen des Kraftfahrzeugs Profile und Stahlverstrebungen eingearbeitet. Diese nehmen die Aufprallenergie auf und absorbieren sie. Zusätzlichen Schutz bieten Seiten-Airbags. In der EU müssen Großserien-Pkw, die eine EG-Typgenehmigung haben wollen, einen Seitenaufpralltest nachweisen. Bei dem Test fährt ein Wagen mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h schräg in die Seite des zu prüfenden Fahrzeugs. Die mit Sensoren ausgestatteten Dummies sollten den Unfall entsprechend der EU-Kriterien mit möglichst heiler Plastik-Haut überleben.
Sequenzielles SchaltgetriebeBeim sequenziellen Schaltgetriebe handelt es sich um ein aus dem Motorsport stammendes und in der Bedienung vereinfachtes Schaltgetriebe: Um einen Gang einzulegen, betätigen Sie Tasten oder „Paddel“ am Lenkrad. Diese steuern Magnetventile, welche sowohl die Kupplung als auch die Schaltgabel des jeweiligen Getriebegangs auslösen. Um die Gänge zu wechseln, muss der Schalthebel zum Herunterschalten nur nach vorn gedrückt oder zum Heraufschalten nach hinten gezogen werden. Die Wahl des Getriebeganges wird über eine Elektronik gesteuert. Einige Ausführungen haben Schaltprogramme, die beispielsweise auf winterliche Verhältnisse, eine besonders energiesparende oder eine sportliche Fahrweise abgestimmt sind.
ServolenkungDer Begriff „Servo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Hilfs“. Bei der Servolenkung lässt das Auto seine hydraulischen Muskeln spielen und unterstützt so die Muskelkraft des Fahrers. Hierzu wird in einer Pumpe ein Öldruck erzeugt.
SitzheizungDie in den Autositz eingelegten Heizmatten sind im Winter ein Genuss. Die Steuerung der Temperatur erfolgt über integrierte Thermostate. Sie regeln die vorgewählte Temperatur und verhindern ein Überhitzen.
SpoilerDer Begriff Spoiler leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet wörtlich übersetzt „Störer“. Der Spoiler als Fahrzeugteil „stört“ die Luftströmung und beeinflusst dadurch die Aerodynamik. Siehe Radialreifen Verliert das Auto bei hohen Geschwindigkeiten den Druck auf die Straße, ist es nicht mehr ausreichend richtungsstabil. Das lässt sich durch geeignete Spoiler korrigieren, wobei immer ein Kompromiss zwischen ausreichender Abtriebswirkung und günstigem Luftwiderstand gesucht wird.
SpritzwandDie Trenn- oder Spritzwand zwischen Motorraum und Fahrgastraum sorgt dafür, dass von Motor und Getriebe nichts in den Innenraum des Fahrzeugs gelangen. Bei modernen Pkw mit selbsttragenden Karosserien hat die Spritzwand auch tragende Funktionen. So wird häufig auf der Motorraumseite die Zahnstangenlenkung daran befestigt, während auf der Innenraumseite das Stützlager für die Lenksäule angebracht wird. Seit moderne Fahrzeuge spezielle Crashtestanforderungen erfüllen müssen, ist der Übergang zwischen Spritzwand und Bodengruppe noch wichtiger. Um zu verhindern, dass das Antriebsaggregat bei einem Frontalaufprall in den Innenraum eindringt, sorgt man durch die Gestaltung dieses Übergangs für eine Verlagerung nach unten.
SpurhalteassistentDer Spurhalte- oder Spurassistent warnt Sie, bevor Sie von der Fahrbahn abkommen. Sobald das Fahrzeug abdriftet, macht sich das System bemerkbar. Die Fahrspurerkennung erfolgt durch Kameras oder Infrarotsensoren, die am Unterboden befestigt sind. Das System erkennt Fahrbahnbegrenzungen sowie unbefestigte Straßenränder auf Nebenstrecken. Die Art der Warnung ist unterschiedlich. Sie reicht vom „Nagelbandrattern“ in den Lautsprechern bis zu Vibrationsmotoren im Fahrersitz.
SpurweiteDie Spurweite ist das Maß der Fahrsicherheit. Sie bezeichnet den Abstand zwischen der Mitte des rechten und des linken Rades einer Achse. Je größer die Spurweite, desto besser kann sich das Fahrwerk in Schräglage auf die Außenräder stützen. Damit Sie das Fahrzeug trotz großer Spurweite bequem rangieren können, muss allerdings der Lenkwinkel der Vorderräder vergrößert werden, was bei Fronttrieblern nur begrenzt möglich ist.
StarrachseDiese schon im Kutschenbau übliche Konstruktion ist aufgrund der günstigeren Produktionskosten noch heute beliebt. Die Räder sind durch einen starren Träger verbunden, die Karosserie oder der Rahmen stützt sich durch Federn auf der Achse ab. Die Führung der Achse in Längs- und Querrichtung erfolgt bei sehr einfachen Fahrzeugen durch so genannte Blattfedern. Bei Starrachsen mit Luft- oder Schraubenfederung sind zur Achsführung zusätzliche Elemente erforderlich, zum Beispiel Quer- und Längslenker. Beim Einfedern eines Rades (einseitiges Einfedern) an einer Starrachse wird beiden Rädern eine Änderung der Neigung („Sturzänderung“) aufgezwungen. Dies ist mit einem Kreiseleffekt verbunden, der an den gelenkten Rädern einen ungewollten Lenkeffekt bewirkt.
Start-Stopp-AutomatikDie Start-Stopp-Automatik nutzt jeden Moment zum Benzinsparen. Ein Generator stoppt den Motor und startet ihn erst wieder, wenn Sie das nächste Mal auf das Gaspedal treten. Dadurch sparen Sie bis zu zehn Prozent Sprit. Der einzige Nachteil: Die Automatik ist nicht ganz günstig. Vor zehn Jahren scheiterte das Konzept am Preis. Doch jetzt geben die Hersteller erneut Gas.
Stoßdämpfer / SchwingungsdämpferWenn der Wagen durch Schlaglöcher oder Bodenwelllen in Schwingungen gerät, müssen die Schwingungsdämpfer die Räder auf der Straße halten, damit Sie sicher lenken und bremsen können. Noch bis zum zweiten Weltkrieg wurden dafür Reibungsdämpfer verwendet. Danach setzten sich die hydraulischen Teleskop-Schwingungsdämpfer durch.
StützlastDie Stützlast ist das Anhängergewicht, das sich auf der Anhängekupplung des Zugfahrzeugs abstützt. Die zulässige Stützlast wird durch die Angaben des Kraftfahrzeugherstellers und die Eigenschaften der Anhängekupplung begrenzt. Bei Pkw-Gespannen liegt die Stützlast meist im Bereich von 50 bis 100 Kilogramm. Die tatsächliche Stützlast kann mit einer Stützlastwaage ermittelt werden.
StVODie Straßenverkehrs-Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ist eine Rechtsverordnung, die vom Bundesminister für Verkehr erlassen wurde. Nach der Straßenverkehrs-Ordnung werden die Regeln für sämtliche Teilnehmer am Straßenverkehr klassifiziert. Leitgedanke ist das gegenseitige Rücksichtnahmegebot.
StVZODie Straßenverkehrs-Zulassungsverordnung der Bundesrepublik Deutschland regelt die Zulassung, den Betrieb und die vorgeschriebene Ausrüstung von Fahrzeugen. Wie die STVO ist sie ein Produkt des Bundesministeriums für Verkehr.
Synchronisiertes GetriebeAls Synchron-Getriebe kommen Schaltklauengetriebe zum Einsatz, bei denen an der Schaltmuffe ein Synchronkörper angebracht ist. Er gleicht die Drehzahl der Hauptwelle und des zu schaltenden Zahnrades an, so dass Sie den Getriebegang ohne Geräusche einlegen können. Um den Gleichlauf zwischen dem zu schaltenden Zahnrad und der Hauptwelle herzustellen, wird die Schaltmuffe mit dem Synchronkörper gegen das Zahnrad geschoben. Durch die Gleitreibung zwischen dem Reibkegel des Synchronkörpers und dem Zahnrad passen sich die Drehzahlen aneinander an, so dass die Schaltmuffe geräuschlos und ohne Widerstand über die Schaltverzahnung geschoben werden kann.

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T

TagfahrlichtIm Gegensatz zum Abblendlicht verbraucht Tagfahrlicht nur wenig Energie (16 Watt), so dass sich der Kraftstoffverbrauch nicht so sehr erhöht. Sobald Sie den Zündschlüssel betätigen, schaltet sich das Licht ein. Ein Relais sorgt dafür, dass das Tagfahrlicht beim Abstellen des Motors oder beim Zuschalten des Abblendlichts wieder deaktiviert wird.
Teilegutachten (TG) Das Teilegutachten (TG) informiert Sie, ob und wie Sie ein bestimmtes Teil an Ihr Fahrzeug bauen dürfen. Bei einem Teilegutachten muss der Umbau anschließend von einem amtlich anerkannten Prüfer abgenommen werden. 
Teleskop-SchwingungsdämpferWird beim modernen Auto vom Stoßdämpfer gesprochen, ist zumeist ein Teleskop-Schwingungsdämpfer gemeint. Er besteht aus einem mit Öl gefüllten Zylinder und einer Kolbenstange, an deren Ende sich ein Kolben mit Ventilen befindet. Ein Ende des Dämpfers ist mit dem Aufbau der Karosserie, das andere mit dem Rad oder Fahrwerksteil verbunden. Mit jeder Federungsbewegung bewegt sich der Kolben im Zylinder. Die dämpfende Kraft wird durch den Strömungswiderstand des Öls an den Ventilen erzeugt.
ThermostatventilFür die Lebensdauer des Motors, den Kraftstoffverbrauch und die Abgasentwicklung ist es wichtig, dass der Motor möglichst schnell warm wird. Dafür sorgt das Thermostatventil. Es lässt das aus dem Motor ausströmende Kühlmittel nicht durch den Kühler, sondern direkt über eine Kurzschlussleitung wieder zum Motor zurückfließen. Ist die Betriebstemperatur erreicht, öffnet sich das Thermostatventil, so dass das Kühlmittel auch durch den Kühler strömen kann.
TPMSDas Tire Pressure Monitoring System (TPMS) ist ein Reifendruckkontrollsystem, das ständig den Reifendruck überwacht. Fällt der Reifendruck ab, schlägt es Alarm.
TRF (Technische Regeln Flüssiggas)Lassen Sie in Ihrem Camper nichts anbrennen. Beachten Sie die Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) für den Betrieb, Prüfung und Instandhaltung von Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen.
TrommelbremseDie Ära der Trommelbremsen neigt sich dem Ende zu. Nur die Simplex- und die Duo-Servobremse sind noch aktuell. Die Simplex-Bremse hat eine auflaufende und eine ablaufende Bremsbacke. Auflaufend heißt, dass ein Punkt der Trommel beim Drehen erst am Radbremszylinder und dann an der Anschlagseite vorbei kommt. Hier entsteht eine Keilwirkung, die bei geringer Betätigungskraft relativ große Bremskräfte produziert. Diesen Effekt nennt man auch Selbstverstärkung. Bei der ablaufenden Bremsbacke ist das umgekehrt. Die Duplexbremse hat zwei auflaufende Bremsbacken in Fahrtrichtung. Für die Rückwärtsfahrt laufen diese allerdings ab. Am elegantesten ist die Duo-Servobremse, die die Keilwirkung der ersten auflaufenden Backe für die zweite zusätzlich nutzbar macht. Der Unterschied zur Simplexbremse ist, dass beide Bremsbacken über eine Lasche verbunden sind. Zusätzlich ist ein Anschlag am Radbremszylinder erforderlich. Je nach Art des Anschlags ist die zusätzliche Selbstverstärkung sogar bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt wirksam.
TuningTuner bringen immer mehr eine Extra-Portion Kreativität auf den Asphalt: Sie veredeln ihre Schmuckstücke mit Lack-Effekten, Spoilern und breiten Felgen. Neben dem optischen Tuning gibt es technische Raffinessen wie Chip-Tuning.
TWI (Abnutzungsindikator)Die Abnutzungsindikatoren TWI (Tread Wear Indicator) sind über den Umfang des Reifens gleichmäßig verteilte Querstege in den Längs-Profilrillen. Ist das Profil auf 1,6 mm abgefahren, tauchen Sie auf und signalisieren, dass es höchste Zeit für einen Reifenwechsel ist.

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U

ÜberrollbügelDer Überrollbügel verhindert, dass sich bei einem Fahrzeugüberschlag das Fahrzeugdach eindrückt und die Fahrgäste einquetscht. Bei geschlossenen Pkw schützen die Dachsäulen („A-, B- und C-Säule“) zusammen mit den Dachverstärkungsstreben und der Dachhaut die Insassen. Anders bei Cabriolets: Sie verfügen meist nur über einen Fensterrahmen, der die Windschutzscheibe hält und beide A-Säulen verbindet. Um die Passagiere besser zu schützen, haben einige Cabrio-Typen einen starren Überrollbügel, der die B-Säule mit einer steifen Strebe verbindet. Moderne Cabrios der gehobenen Preisklassen haben teilweise einen elektronisch gesteuerten Überrollbügel, der im Falle eines Überschlags in Sekundenbruchteilen ausfährt.
UIS (Dieseleinspritzsystem) Die Pumpe-Düse-Einspritzung wird häufig mit PD oder PDE abgekürzt. Bosch verwendet die Abkürzung UIS für Unit Injector System. Bei der Pumpe-Düse-Einspritzung sind Kraftstoffeinspritzpumpe und Düse für jeden Zylinder in einem einzigen Bauteil zusammengefasst. Der Hochdruck (ca. 2050 bar) wird am Einspritzelement jedes Zylinders gesondert erzeugt. Die PDE ist im Zylinderkopf montiert und die Pumpenkolben werden von der Motornockenwelle über Kipphebel angetrieben. Kraftstoffzulauf und -rücklauf erfolgen über im Zylinderkopf integrierte Kanäle.
Unsynchronisiertes GetriebeDiese Schaltmethode stammt zusammen mit dem unsynchronisierten Getriebe aus den Frühzeiten des Automobilbaus. Damals musste man den ersten Gang sehr vorsichtig einlegen, beim Hochschalten das Gas wegnehmen und beim Runterschalten Zwischengas geben, damit die Zahnräder keinen Krach schlugen. Das unsynchronisierte Getriebe ist nicht selbst in der Lage, die höhere Drehzahl des niedrigeren Ganges an die niedrigere Drehzahl des darüber liegenden Ganges anzupassen. Der Fahrer muss durch einen Zwischengasstoß die Drehzahl des Getriebes dem schneller drehenden niedrigeren Gang anpassen. Umgekehrt muss er durch Doppelkuppeln die Drehzahl des Getriebes auf den langsamer drehenden höheren Gang anpassen.
UnterfahrschutzSeit 2007 ist der Unterfahrschutz bei Lkw über 3,5 Tonnen EU-weit vorgeschrieben. Er soll verhindern, dass Pkw bei einem Auffahrunfall die Aufbauten der größeren und schwereren Fahrzeuge unterfahren und die Insassen sich schwer verletzen. Die Anforderungen an die Anbauhöhen, Abmessungen und Prüfbedingungen für die Unterfahrschutz-Einrichtungen werden in der Richtlinie 70/221/ EWG für den hinteren bzw. der Richtlinie 2000/40/EG in Verbindung mit der ECE-Regelung Nr. 93 für den vorderen Unterfahrschutz beschrieben.

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V

VerteilerpumpeDie Verteiler-Einspritzpumpe wird auch heute noch als Alternative bei kleineren bis mittleren Dieselmotoren bis maximal sechs Zylindern eingesetzt. In möglichst kompakter Bauweise verteilt sie mit einem Zylinder und einem Kolben den Kraftstoff unter hohem Druck und zur richtigen Zeit auf die einzelnen Zylinder. In der VE-Pumpe sind die Antriebswelle, die Kraftstoff-Förderpumpe und das Pumpenelement [„Verteilerkolben“] mit der Hubscheibe zentral auf einer Achse angeordnet [„Axialkolben-Verteilerpumpe“]. Der Antrieb erfolgt meistens über Zahnriemen. Der Hochdruckteil der VE-Pumpe besteht aus dem Regelschieber, dem Verteilerkopf und dem Verteilerkolben. Letzterer dreht sich mit der Antriebswelle. Die Hubscheibe dreht sich mit der Antriebswelle und wird durch Federkraft gegen den im Gehäuse stehenden Rollenring gedrückt. Die Rollen des Rollenrings wälzen sich auf den Nocken der Hubscheibe ab und bewirken so eine Axialbewegung des Verteilerkolbens. Auf der Hubscheibe ist für jeden Zylinder des Motors ein Nocken angeordnet. Der Verteilerkolben legt immer den vollen Nockenhub zurück und erzeugt einen Einspritzdruck von etwa 200 bar. Er ist mit einer Genauigkeit von 0,001 Millimeter in den Pumpenzylinder eingepasst. Dadurch kann auf weitere Dichtungen verzichtet werden. Die Schmierung der Pumpenbauteile erfolgt durch den Kraftstoff. Der Kraftstoff gelangt über die Zulaufbohrung in den Raum oberhalb des Verteilerkolbens. Während des Kolbenhubs wird der Einspritzdruck aufgebaut. Die Einspritzung erfolgt, wenn der Steuerschlitz im Verteilerkolben die Auslassbohrung im Verteilerkopf für einen Zylinder freigibt. Der Einspritzdruck bleibt so lange erhalten, bis der über das Gaspedal angesteuerte Regelschieber die Absteuerbohrung frei gibt.
VIN / FIN (Fahrzeug-identifikationsnummer) Anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer FIN oder VIN (VEHICLE-IDENTIFICATION-NUMBER) lässt sich Ihr Auto weltweit eindeutig identifizieren. Früher war die FIN auch unter dem Begriff Fahrgestellnummer bekannt.
Visco-KupplungDie kompakte Visko-Kupplung verbindet zwei Wellen miteinander, wenn ein Drehzahlunterschied entsteht. Sie ist eine Alternative zum selbstsperrenden Ausgleichsgetriebe zwischen zwei Antriebsachsen. Das Gehäuse ist nach außen hin abgedichtet und mit einer Siliconflüssigkeit gefüllt. Die Außenlamellen sind gelocht und greifen in die Innenverzahnung des Gehäuses. Die glatten Innenlamellen sitzen auf der Verzahnung der Nabe. Bei Drehzahlunterschieden zwischen Nabe und Gehäuse erwärmt sich die Siliconflüssigkeit durch die zwischen den Lamellen auftretenden Abscherungseffekte. Durch den daraus resultierenden Druckanstieg im Gehäuse kommt es zu einer Sperrwirkung zwischen den Innen- und Außenlamellen. Die Sperrwirkung lässt sich durch die konstruktive Gestaltung der Lamellen oder die Viskosität der Siliconflüssigkeit beeinflussen.
vmax-BegrenzerGeschwindigkeitsbegrenzer sind mechanische oder elektronische Systeme, die dafür sorgen, dass die Autos nicht schneller fahren als der Gesetzgeber oder die Technik erlauben.
VollverzinkungUm die eiserne Fahrzeug-Karosserie vor Korrosion zu schützen, wird sie in einem Tauchbad komplett mit Zink umschlossen. So können sich die Eisenteile nicht mit dem Sauerstoff verbinden und rosten. Mittlerweile kommen zunehmend Karosserien aus Aluminium auf den Fahrzeugmarkt. Diese sind ebenfalls rostfrei, dazu aber leichter und entsprechend Sprit sparend.
VorförderpumpeDie Vorförderpumpe fördert den Kraftstoff aus dem Tank unter leichtem Druck in den Pumpenspeicher. Von dort aus wird die Hochdruckpumpe versorgt, die den Kraftstoff so komprimiert, dass er den für die Verbrennung notwendigen Einspritzdruck erhält.

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X

Xenon-Scheinwerfer (Gasentladungslampen)Scheinwerfer mit Gasentladungslampen liefern bei niedrigerer Leistungsaufnahme (35 W) einen mehr als zweimal stärkeren Lichtstrom als herkömmliche Halogen-Scheinwerfer (55 W). Auch die Lichtqualität kann sich sehen lassen. Da das hellere Licht dem Tageslicht ähnelt, ermüden die Augen nicht so schnell. Gleichzeitig hat Xenonlicht eine nahezu doppelte Reichweite, wirkt aber auch in der Nähe besser. Entsprechend können Sie sich die Nebelscheinwerfer sparen. Noch ein Sparvorteil: Xenonleuchten halten bis zu viermal solange wie Halogenlampen.

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Z

ZahnriemenDer Zahnriemen ist zum Antrieb des Ventiltriebs da, also vor allem der Nockenwelle. Auch die Einspritzpumpe kann vom Zahnriemen angetrieben werden. Auf der Innenseite des Riemens sind Zähne ausgearbeitet, die in die Zahnräder der Kurbelwelle und der Nockenwelle beziehungsweise der Einspritzpumpe greifen. Bei einem Viertaktmotor dreht sich die Kurbelwelle doppelt so schnell, wie Nockenwelle und Einspritzpumpe. Die Anzahl der Zähne auf der Kurbelwelle ist daher doppelt so groß, wie auf der Nockenwelle bzw. der Einspritzpumpe. Da Zahnriemen stark beansprucht werden, können Sie reißen. Die Folge ist meist ein ausgewachsener Motorschaden. Die Motorenhersteller begegnen diesem Problem durch breitere Zahnriemen mit verstärktem Unterbau. Achten Sie auch unbedingt auf die empfohlenen Austauschtermine.
ZahnstangenlenkungBei der Zahnstangenlenkung werden die am Lenkrad eingeleiteten Kräfte über die Lenksäule und ein im Lenkgetriebe angeordnetes Ritzel auf eine Zahnstange übertragen. Dreht man am Lenkrad bewegt sich das Ritzel und verschiebt die Zahnstange seitlich. An beiden Enden der Zahnstange ist jeweils eine Spurstange angebracht, die über ein Kugelgelenk mit dem Achsschenkel verbunden ist und so die gelenkten Räder bewegt. Der Vorteil der Zahnstangenlenkung liegt in ihrer kompakten Bauweise, der geringeren Zahl der Übertragungselemente und ihrer Verschleißarmut. Sie ist weitgehend wartungsfrei. Bei leichten Fahrzeugen kommen Zahnstangenlenkungen ohne Lenkunterstützung zum Einsatz. Schwere Fahrzeuge wurden, auch aus Komfortgründen, mit einer hydraulischen „Servolenkung“ ausgerüstet. Dabei wird die Lenkkraft des Fahrers durch eine ständig mitlaufende, vom Motor angetriebene Ölpumpe unterstützt. Um den Kraftstoffverbrauch zu senken, werden neuerdings Lenkungen mit elektrischer Unterstützung eingebaut, die die Lenkkraft nur bei Bedarf unterstützen.
zGG (zulässiges Gesamtgewicht)zGG steht für das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeugs. Physikalisch richtig ist der Ausdruck „zulässige Gesamtmasse“ (zGM).
Zündfolge Die Zündfolge gibt an, in welcher Reihenfolge die einzelnen Zylinder eines Motors zünden. Die Zylindernummerierung beginnt bei Kraftfahrzeugen immer auf dem von der Kupplung abgewandten Kurbelwellenende. Bei V- oder Boxermotoren wird der rechts vorn liegende Zylinder als erster Zylinder gezählt. Die Zündfolge wird durch die Bauart des Motors und die konstruktive Gestaltung der Kurbelwelle bestimmt.
Zweitakt-Motoren Die Bezeichnung „Zweitakt-Motor“ ist irreführend, weil er, genau wie der Viertaktmotor, vier Takte für einen Arbeitszyklus benötigt. Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen sind allerdings so kombiniert, dass sie im Gegensatz zum Viertaktmotor nur zwei Kolbenhübe (eine Kurbelwellenumdrehung) benötigen. Zweitakt-Motoren verbrauchen deutlich mehr Kraftstoff als Viertakt-Motoren und geben mehr Schadstoffe, speziell Kohlenwasserstoffe, an die Umwelt ab. Deshalb spielen sie bei Pkw und Nutzfahrzeugen heute keine Rolle mehr. Das schlechte Emissionsverhalten ist zum einen in der, im Vergleich zum Viertaktmotor, schlechteren Trennung der Frisch- und Abgase begründet. Zum anderen erfolgt bei Zweitaktern die Motorschmierung über das dem Kraftstoff beigemischten Öl oder durch eine Schmierautomatik. Das Öl wird zusammen mit dem Kraftstoff verbrannt und ist die Ursache für die bei Zweitaktern typische riech- und sichtbare „Auspufffahne“. Zweitakt-Motoren werden aufgrund ihrer kompakten und leichten Bauweise heute nur noch in Fahrzeugen mit kleinem Hubraum verbaut, zum Beispiel bei Mofa und Kleinkrafträdern.
ZylinderkopfdichtungDie Zylinderkopfdichtung dichtet im Übergangsbereich zwischen Motorblock und Zylinderkopf die Ölkanäle, bei wassergekühlten Motoren auch die Kühlwasserkanäle gegen den Verbrennungsraum ab. Sie ist:
  • hitzebeständig, um die hohen Temperaturen des Verbrennungsraums verkraften zu können
  • Wärme leitend, um die Wärme des Verbrennungsraums abzuleiten und die Bildung von Wärmenestern zu vermeiden
  • korrosionsbeständig, um dauerhaft der Oxydation widerstehen zu können
  • druckfest, um das Setzen des Zylinderkopfes und Undichtigkeiten zu vermeiden
  • elastisch, um Unebenheiten und die Wärmeausdehnung auszugleichen

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Hinweis

weitere Informationen
rund ums Thema KFZ finden Sie beim Kraftfahrtbundesamt